Wirtschaftsstruktur und -entwicklung
Der Konjunktureinbruch der vergangenen Jahre hatte auf die industrie-orientierten Bundesländer die größten Auswirkungen, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise waren daher auch in der Steiermark deutlich spürbar.
Seit 2010 erholt sich die Industrie aus der Krise, im III. Quartal 2010 setzte sich der rasante Aufholprozess in der Sachgütererzeugung fort, auch die Bauwirtschaft entwickelte sich in der Steiermark positiv. Die Bilanz des Beherbergungswesens war ebenfalls positiv.
Die Arbeitsmarktlage in der Steiermark hat sich bei deutlichen Arbeitsplatzgewinnen und einem nur schwachen Angebotszuwachs deutlich verbessert.
Das Wirtschaftsniveau der Steiermark gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner/in (BIP/EW) erreichte 2008 86,5% des österreichischen Durchschnittswertes (knapp vor Kärnten und Niederösterreich, deutlich vor dem Burgenland). Mit Ausnahme des Zentralraumes Graz (115,0%) lagen auch 2008 alle anderen Regionen unter dem Österreichdurchschnitt. Die Oststeiermark erreichte rund 66,8%, die West- und Südsteiermark rund 65,3% des österreichischen Durchschnittswertes, die übrigen steirischen NUTS-III-Regionen verzeichneten Werte zwischen 72% und 87%.
Im Jahr 2008 schwächte sich das Wirtschaftswachstum österreichweit bei sehr differenziertem regionalem Muster deutlich ab. Im Jahr 2009 wirkte sich die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise in Österreich drastisch aus, für die österreichische Wirtschaft wurde ein realer Rückgang von 3,9% verzeichnet.
Im Jahr 2010 erholte sich die österreichische Wirtschaft nach dem Konjunktureinbruch des Jahres 2009 von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Statistik Austria wuchs die österreichische Wirtschaft im Jahr 2010 um 2,1%.
Die Wirtschaftsstruktur in der Steiermark wird von einem überdurchschnittlich hohen Anteil der unselbständig Beschäftigten in Industrie und Gewerbe geprägt (29% im Jahr 2010, übertroffen nur von Vorarlberg und Oberösterreich, Österreich: 25%). Geprägt wird die Industrie durch die traditionelle Metallerzeugung und -bearbeitung, immer höhere Bedeutung erlangt die Elektro- und Elektronikindustrie. Hohe Beschäftigtenzahlen finden sich auch im Bauwesen, in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie, in der Herstellung und Verarbeitung von Papier und Pappe, im Fahrzeugbau und in der Holzbe- und -verarbeitung. Unterdurchschnittlich besetzt bei steigender Tendenz ist der Dienstleistungsbereich (70%, Österreich 74%). Große Anteile der Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich entfallen auf den Handel, die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaftsdienste.
In einzelnen Regionen der Steiermark hat der Tourismus eine hohe Bedeutung erlangt, dazu zählen vor allem der Westen des Bezirkes Liezen (Dachstein-Tauern-Region, Steirisches Salzkammergut-Ausseer Land) und die Oststeiermark mit dem Schwerpunkt auf Wellness- und Gesundheitstourismus. Andere Regionen können auf einen saisonal beschränkten intensiven Tagestourismus vor (z.B. Weinstraßen, Grazer Bergland) verweisen.
MAGNA STEYR FAHRZEUGTECHNIK AG & Co KG | 7.490 |
Böhler Edelstahl GmbH & Co KG | 1.920 |
Siemens Aktiengesellschaft Österreich | 1.390 |
voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG | 1.280 |
Andritz AG | 1.250 |
Sappi Austria Produktions-GmbH & Co.KG | 1.210 |
KNAPP Aktiengesellschaft | 1.140 |
EPCOS OHG Angestellte | 1.120 |
AT & S Austria Technologie & | 1.100 |
VA TECH HYDRO GmbH & Co | 970 |
Amt d.Stmk.Landesreg. Landesbuchhaltung Abt.I | 14.090 |
mag. personalamt graz | 3.420 |
SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft | 2.860 |
Billa Aktiengesellschaft | 2.360 |
Amt d.Stmk.Landesreg. Abteilung III B | 1.880 |
AVL List GmbH | 1.800 |
Landesschulrat f. Stmk. | 1.710 |
Amt d.Steiermaerkischen Landesregierung | 1.610 |
Steiermärkische Bank und Sparkassen AG | 1.590 |
Merkur Warenhandels-Aktiengesellschaft | 1.370 |